Ein Fotobuch gestalten – schnell und einfach – wie geht das eigentlich?

Geht es um die Gestaltung eines Fotobuches, dann kann das eine aufwendige Arbeit sein, damit auch ein perfektes Ergebnis heraus kommt. Nachfolgend einige Tipps, wie das Buch dann ein wirklich erfolgreiches Projekt wird.

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Gute Planung ist der Anfang

Wie auch ein Haus, muss ein Fotobuch gut geplant sein, damit es mit toller Architektur überzeugt. Auch hier gilt es, dass vor den eigentlichen Arbeiten eine gute Planung ansteht.

Der Text zu den Bildern

Schon am Anfang sind ein paar Gedanken sinnvoll, die im Hinblick auf den Text im Buch ausfallen. Ist das Buch ohne Text gestaltet ist, kann das manchen Betrachter irritieren. Soll das Buch ein Bildband sein, kann auf Text verzichtet werden, einige Bilder mit, andere ohne Text sind allerdings keine Option. Auch für ein eigenes Buch ist ein Text zu den Fotos sinnvoll, um das Gedächtnis aufzufrischen. Aber Achtung: Eine komplette Gestaltung mit Text erhöht den Gestaltungsaufwand beim Buch immens.

Das Buch aus dem Blickwinkel des Betrachters gestalten

Hier kommt es darauf an, das Buch so zu gestalten, dass der Betrachter die Gechichte dahinter versteht. Damit sollten die Bildgrößen sowie auch das Design und die einzigartige Wirkung einzelner Bilder unbedingt so abgestimmt werden, um die Stimmung widerzuspiegeln, die das Fotobuch zurück bringen soll.

Strukturierung des Buches

Für eine sinnvolle Struktur müssen bei der Gestaltung eines Fotobuches unterschiedliche Aspekte berücksichtigt werden. Ein professioneller Aufbau ist natürlich bei einem Buch für den privaten Bedarf keine Bedingung. Der Aufbau eines Buches generell kann wichtige Aufschlüsse für die Gestaltung des Fotobuches liefern. Diese sind mittels Gliederung auf den ersten Seiten in der Regel begonnen worden und es ist oftmals auch eine Illustration dabei. Die Übersicht der Gliederung ist auf den ersten Seiten zu finden und hier lohnt es sich, das Fotobuchprojekt dieser Gliederung anzupassen.

Das Inhaltsverzeichnis und die Nummerierung der Seiten

Die Entscheidung für oder gegen das Inhaltsverzeichnis ist individuell. Mit mehr Umfang sollte das Buch mit Inhaltsverzeichnis gestaltet sein. Ist die Entscheidung für ein Inhaltsverzeichnis ausgefallen, bedeutet das mehr Überlegungen bei der Gestaltung und zudem auch mehr Arbeitsaufwand. Dabei bedingt ein Inhaltsverzeichnis eine Seitennummerierung und umgekehrt. Auch wenn dieser Hinweis unsinnig erscheint. Die Seitenzahlen werden in der Regel erst zum Ende der Fotobuchgestaltungeingesetzt und dann ist das Inhaltsverzeichnis möglicherweise in Vergessenheit geraten. Soll das Buch einen professionellen Charakter aufweisen, ist es wichtig, dass die Seitenzahlen erst nach dem Inhaltsverzeichnis beginnen und abgedruckt werden. Die vorherigen Seiten sollten aber dennoch mitgezählt, aber eben nicht nummeriert werden. 

Die Anzahl der Seiten

Auch hier gilt es, bei der Gestaltung darauf zu achten wie viele Seiten sinnvoll sind. Ein zu dünnes Buch ist wenig attraktiv. Das gilt besonders dann, wenn das Fotobuch aufwendig gebunden sein soll und der Einband dann letztlich dicker als der Inhalt des Buches ausfällt. Dabei sollte das Buch aber nicht zugunsten einer bestimmten Stärke zu viele doppelte Bilder ähnlicher Szenen aufweisen. Das kann schnell langweilig wirken und dem Buch seinen kompletten Reiz nehmen. Hilfreich kann es sein, wenn gleich von Beginn der Gestaltung des Buches an die Seitenzahl des Buches in etwa geplant wird. Sehr attraktiv ist es dann, für bestimmte Anlässe eigene Seiten einzuplanen. Planen Sie ein Reisefotobuch, dann können Sie je Reisestation jeweils eine entsprechende Zahl an Seiten einplanen, die dann mit längerem Aufenthalt mehr Seiten, mit kürzerem Aufenthalt weniger Seiten in Anspruch nimmt. Für ein Hochzeitsbuch können die Abläufe nach deren Bedeutung mit bestimmten Anzahlen an Seiten eingeplant werden, wobei den wichtigsten Stationen der Hochzeit natürlich auch eine größere Anzahl an Seiten gewidmet wird. Innrhalb einer Familienchronik macht es wiederum Sinn, jeder vorgestellten Person eine Seite zu widmen.

Einen roten Faden halten

Ein aufgeschriebener Plan für die Gestaltung des Fotobuches zur Einhaltung des roten Fadens ist sehr hilfreich. Gerade dann, wenn das Buch aufwendiger werden soll und viele Bilder und Text beinhaltet und zudem die Gestaltung auch noch einen längeren Zeitraum in Anspruch nimmt, kann eine solche geschriebene Planung Ihnen helfen, den roten Faden zu halten. Das hilft schon bei der groben Planung und letztlich auch bei den Feinarbeiten, ohne dass Sie sich in der Arbeit verzetteln.

Hierbei gilt es bei der Gestaltung der Seiten aber auch, dass beim Aufschlagen des Buches auf den ersten Blick Harmonie bestehen sollte. Achten sie also darauf, dass möglichst die linke und die rechte Seite des aufgeschlagenen Buches miteinander harmoniereren. Generell sollten Sie Doppelseiten immer im Hinblick auf die Schriften und Bilder, die Farben und auch Fomenaufeinander abstimmen, damit das Buch harmonisch wirkt. Dazu sollte jeweils auf einer Doppelseite immr die gleiche Thematik behandelt werden, damit Sie keine Sprünge auf den Doppelseiten finden. Auch in der Stimmung sollten sich die jeweils auf einer Doppelseite verwendeten Fotos ähneln.

Die Gestaltung der Fotos spielt eine wichtige Rolle

Keine Frage, mit einigen Überlegungen und mit etwas Kreativität können Sie auch Aufnahmen, die weniger gut gelungen sind, noch in das Buch aufnehmen und in Szene setzen. Besser ist es allerdings, wenn Sie schon bei der Erstellung der Bilder das Buch als Ziel im Hinterkopf behalten. Sowohl die Motive als auch die Inszenierung dieser sollten auf den Einsatz im Buch ausgerichtet sein. Sind die Bilder schon auf die Verarbeitung im Fotobuch ausgerichtet erstellt, wirkt das Buch als fertiges Stück noch viel besser.

Die Auflösung der Bilder

Generell werden Sie als Hobbyfotograf schnell an Ihre Grenzen stoßen, wenn sie sich professionell mit den Formaten und Schärfen sowie dem Farbmanagement bei den Fotos für das Buch beschäftigen. Auch die Frage des Kamera-Fabrikates ist selbst bei Profi-Fotografen umstritten. In der Frage der Auflösung der Bilder spielen viele Faktoren auf das Druckergebnis der Bilder mit ein. Das beginnt bei dem Papier, auf dem die Fotos gedruckt werden. Professionelle Anbieter für die Gestaltung von Fotobüchern setzen auf eine Auflösung von 300 dpi. Als Fotograf haben Sie es allerdings in der Hand, eine Bildmaterial in guter Qualität zu liefern, damit die Drucke so gut wie möglich ausfallen. Achten Sie deshalb auf eine gute Bildauflösung und schießen Sie Testfotos, bevor es an die Bilder für das Buch geht.

Unterschiedliche Kameras? Dann hilft die vorherige chronologische Sortierung

Wenn die Fotos unterschiedlicher Kamerabesitzer und dementsprechend unterschiedlicher Kameras in das Buch eingebunden werden sollen, dann machen Sie sich besser vorher die Mühe, die Bilder chronologisch zu sortieren. Weil Fotobücher oftmals der Chronologie folgen, wenn es um die Ordnung der Bilder geht, ist es ziemlich zeitaufwendig, wenn dann vor dem Anfang des Projektes noch die vielen verschiedenen Bilder erst wieder in eine chronologische Folge gebracht werden müssen. Stehen dagegen viele Bilder zur Verfügung, die mit den gleichlautenden Zeiteinstellungen erstellt sind, ist es sehr leicht, die Bilder schnell zu sortieren.

Welche Motive und Fotos sollten Sie für das Buch auswählen?

Wenn Sie an die Gestaltung Ihres eigenen Buches mit Fotos herangehen, dann sollten Kreativität und Einfallsreichtum sowie auch ein Gespür für die richtige Gestaltung zum Einsatz kommen. Auch dann, wenn eine sehr interessante Story in dem Buch kreiert werden soll, kann das ein Flop werden, wenn die Bildauswahl nicht gut war. Deshalb spielen die Bilder eine sehr wichtige Rolle, wenn es um die Gestaltung des Fotobuches geht, denn sie stellen letztlich die Hauptakteure des gesamten Projektes dar. Wenn Sie hier gut arbeiten, haben Sie die besten Bedingungen, dass ein tolles Buch entsteht - auch wenn der eine oder andere Punkt ansonsten vielleicht nicht ganz so gelungen ist.

Bilder können heute sehr günstig auch in großer Menge erstellt werden. Das sollten Sie sich zunutze machen, um auch wirklich nur optimale Ergebnisse in das Buch zu bekommen. Dabei sollten Sie aber auch berücksichtigen, dass es umso schwerer fällt, später eine Auswahl zu treffen, je höher die Auswahl bei den Fotos ist. Das gilt sowohl für das Sichten wie auch für die Aussortierung der einzelnen Fotos. Wichtig ist aber bereits bei der Planung des Fotobuches, dass Sie von jedem Motiv, das Sie später einbinden, mehr als eine Aufnahme machen.

Die gelungene Vorauswahl

Die Auswahl der Fotos und die Gestaltung des Buches, was die einzelnen Themen angeht, wurde schon thematisiert. Jetzt geht es an die Vorauswahl, die Sie beim Sortieren der Fotos vornehmen. Haben Sie einen guten Überblick über die für das Buch zur Verfügung stehenden Fotos, können Sie sich zum einen einige Zeit bei der Gestaltung des Projektes sparen, zum anderen auch ein sehr stimmiges und harmonisches Buch anlegen. 

Bevor es also an das fertige Buch geht, sollten sie Vor- und Aussortieren. Das kann unter Umständen schon vor der chronologischen Sortierung der Fotos für das Buch sinnvoll sein, damit Sie sich viel Arbeit sparen. 

Das vorhandene Material beschriften

Bei der Bewertung und Beschriftung der einzelnen Bilder mit Stichworten können Sie auf zwei Weisen vorgehen. Bevorzugen Sie eine intensive Vorsortierung, dann können Sie für die Bilder unterschiedliche Unterordner anlegen. Das kann so aussehen, dass Sie zunächst einen Ordner für den Anlass der Buches anlegen, danach die Unterordner den bestimmten Themen des Anlasses widmen.

Haben Sie viele verschiedene Fotos zur Verfügung, die der Verwendung im Buch dienen sollen und möchten diese dauerhaft und konsequent - gegebenenfalls auch für weitere Buch-Projekte - archivieren, dann kann es sich lohnen, ein Programm zu nutzen, das dem Profibereich entstammt. Hier lassen sich die Bilder mit unterschiedlichen Stichworten beschreiben, Sie können Kategorien erstellen und sogar Bewertungen des Bildmaterials sind mit diesen Programmen möglich.

Auch wenn die Erstellung eines solchen Buches bim ersten Versuch vielleicht aufwendig und schwer nachvollziehbar erscheint - das Ergebnis lohnt sich. Dazu kommt, dass Sie feststellen werden, dass Sie bereits bei der Erstellung eines weiteren Buches schon eine gewisse Routine entwickelt haben und die Gestaltung dann deutlich leichter von der Hand geht.

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